Klimanotstand? - Nicht im Parlament...

Klimaschutz-Milliarde könnte Österreich zum Klima-Vorbild machen

Das Klima-Volksbegehren, NGOs (z.B. Global2000) und die Arbeiterkammer fordern seit einiger Zeit mehr Geld für den Klimaschutz. Die Sozialdemokraten haben nun im Budgetausschuss des Parlaments eine Klimaschutz-Milliarde beantragt. Damit soll der Staat in Energieforschung, thermische Sanierung von Gebäuden und in den öffentlichen Verkehr investieren (denkbar wäre die Umsetzung des 1-2-3-Tickets). Das Geld wäre vorhanden – und es wäre langfristig günstiger, in Klimaschutz zu investieren als abzuwarten. Denn reduziert Österreich seine CO2-Emissionen nicht seinem Ziel entsprechend, muss das Land eine hohe Geldstrafe zahlen: Bis 2030 könnten sich die Strafzahlung laut Umweltministerium auf 6,6 Milliarden Euro belaufen.

Antrag auf Klimamilliarde von ÖVP, Grünen und FPÖ vertagt

Der Gesetzesantrag der SPÖ für die Klimamilliarde gelangte am 11. November 2019 im Budgetausschuss des Nationalrats zur Abstimmung. Dort wurde er von ÖVP, Grünen und FPÖ vertagt.

Grüne vertagen Klima-Milliarde – trotz Appell von Umweltorganisationen

Durchzugsverkehr: Fahrverbote statt Maut-Ausnahmen

Klar ist: Die Probleme, die durch Mautflucht für AnrainerInnen v.a. in Tirol und Vorarlberg entstehen, müssen gelöst werden. Die Ausnahmen von der Vignetten-Pflicht auf bestimmten Autobahnstrecken in Westösterreich sind aus SPÖ-Sicht allerdings keine Lösung.

Damit wird der Verkehr auf den Autobahnen erhöht – "also das Gegenteil dessen, was man im Klimaschutz will", warnt SPÖ-Verkehrssprecher Alois Stöger.

Das Verkehrsministerium hatte andere Lösungen vorgeschlagen – etwa Fahrverbote für den Durchzugsverkehr. Diese Lösungen lehnten aber Grüne und ÖVP ab. Sogar zum Kompromissvorschlag der SPÖ – das Gesetz zu befristen, um dann die Wirkung zu überprüfen – sagten die Grünen Nein.


ORF-Wetterprofi Marcus Wadsak demonstriert die Entwicklung der globalen durchschnittlichen Temperaturen.



Die G20-Staaten sind für 80% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Von einer Reduktion sind sie weit entfernt. Im Gegenteil, sie befördern die Erderhitzung weiter. Auch Österreich hinkt beim Klimaschutz hinterher. Mehr Investitionen in erneuerbare Energie, thermische Sanierung und öffentlichen Verkehr könnten das ändern. Die SPÖ hat eine Klimaschutz-Milliarde beantragt. Die wäre günstiger als die drohenden Strafzahlungen fürs untätig bleiben.

G20-Länder versagen beim Klimaschutz

Mit den Pariser Klimazielen haben sich 196 Staaten und die EU 2015 auf der UN-Klimakonferenz verpflichtet, mehr für den Klimaschutz zu tun. Konkret haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasse massiv zu reduzieren. So wollen sie die Erderhitzung stoppen. Die menschengemachte globale Erwärmung soll auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber den vorindustriellen Werten gesenkt werden.

Jährlich 16.000 Klimatote und 129 Milliarden Folgekosten

Die letzten 4 Jahre waren die 4 wärmsten Jahre seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen. Strengen sich die Industrieländer nicht mehr für den Klimaschutz an, könnte sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um 3 Grad Celsius weiter erhitzen.

Die Folgen: Naturkatastrophen nehmen in Zahl und Ausmaß zu. Ganze Landstriche stehen unter Wasser. Immer mehr Menschen sind deswegen auf der Flucht. Tendenz steigend. Biologen warnen vor einem Massensterben, wie es das letzte Mal vor 66 Millionen Jahren passiert ist, als ein Meteorit auf der Erde einschlug und die Dinosaurier ausrottete.

Klimabedingte Wetterkatastrophen sind schon jetzt für Menschen tödlich.



In den G20-Ländern sterben jährlich 16.000 Menschen durch Stürme, Überschwemmungen und Hitze.

Das wird zunehmend auch ein soziales Thema - gerade ärmere Menschen können sich weniger gegen diese Entwicklung schützen.

Jährlich 16.000 Klimatote und 129 Milliarden Folgekosten

Die letzten 4 Jahre waren die 4 wärmsten Jahre seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen. Strengen sich die Industrieländer nicht mehr für den Klimaschutz an, könnte sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um 3 Grad Celsius weiter erhitzen.

Die Folgen: Naturkatastrophen nehmen in Zahl und Ausmaß zu. Ganze Landstriche stehen unter Wasser. Immer mehr Menschen sind deswegen auf der Flucht. Tendenz steigend. Biologen warnen vor einem Massensterben, wie es das letzte Mal vor 66 Millionen Jahren passiert ist, als ein Meteorit auf der Erde einschlug und die Dinosaurier ausrottete.

Klimabedingte Wetterkatastrophen sind schon jetzt für Menschen tödlich.

Österreich hinkt bei Klimaschutz auch hinterher

Auch Österreich hinkt beim Erreichen der Klimaziele derzeit hinterher. Es wird zu wenig in erneuerbare Energie investiert. Nationale Klimapläne kritisieren Experten als unambitioniert und zu vage.

Klimaschutz-Milliarde könnte Österreich zum Klima-Vorbild machen


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